EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Treppenstein

Geschichte:

Es sind keine Schriftquellen bekannt, die sich auf die Burganlage auf dem Treppenstein beziehen ließen. Der alternative Name "Trappenstein" bezieht sich auf eine sogenannte "Trappe", eine schüsselförmige Mulde auf dem Berggipfel. Die Errichtung der Burg steht möglichwerweise im Zusammenhang mit der Erzverhüttung im östlich benachbarten Kleinen Güntherstal. Möglicherweise ist sie von den Herren von Wildenstein angelegt worden, die weiter südlich die 1288 abgebrochenen Birkenburg besaßen. Aber auch die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg werden als mögliche Bauherren ins Spiel gebracht. (Stefan Eismann

Bauentwicklung:

Beim gegenwärtigen Forschungsstand lassen sich keine Angaben zur Bauentwicklung machen. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Burg auf dem Treppenstein ist eine Felsenburg auf einem Granitzacken über dem Okertal. Der namensgebende Gipfel ist eine bastionsartig aus dem Hang vorspringende Granitklippe, die sich als Grat bis zur Oker hinab fortsetzt. Ihr Ostteil ist auf 37 m Länge und 8-14 m Breite als Burgplatz hergerichtet. Ihr Zugang erfolgt südlich an der Burg vorbei über ein natürliches Felsband. Am Südostfuß der Granitklippe wird der Weg durch einen ca. 10 m langen, aufgeschütteten Sperrwall aus ortsfremdem Gestein gesperrt, der möglicherweise eine verstürzte Mauer darstellt. Dahinter befindet sich eine Art Vorhof, der ca. 15 m unterhalb der Gipfelklippe liegt. Vom Felsband aus führen eingehauene Stufen zur höchsten Plattform. Die Bearbeitungsspuren wie Balkenlager, Falze für Schwellen und Treppenstufen lassen sich in kein sinnvolles System bringen. Die Stufen sind bei der Erschließung der Anlage 1863 teilweise erweitert bzw. neu angelegt worden. An der östlichen Stirnwand des höchsten Felsens führt ein alter, eingehauener Stufenaufgang zum Vorgipfel. Mauerwerk oder Mörtelreste sind nicht erkennbar, dafür sind die natürlichen Querklüfte mit Schieferbrocken verfüllt.
40 m östlich der Klippe wurde erst 1989 ein von der Forststraße teilweiser verdeckter Halsgraben entdeckt. Der südliche Teil des Grabens ist er nur noch 4 m breit und 1,5 m tief. Nach Norden fällt er auf 5 m Tiefe ab und verbreitert sich über10 m. Südlich des Wanderweges zum Treppenstein ist ein nur noch 0,4 m tiefer, ca. 4 m breiter und ca. 10 m langer Grabenrest vorhanden. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

1963, 1989 und 1999 Lesefunde von Keramik des 13./14. Jhs., Eisenfragmenten, gebrannte Knochen und teilweise gelochtem Dachschiefer (Stefan Eismann)