EBIDAT - Die Burgendatenbank

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Reinhausen

Geschichte:

Die Burg Reinhausen war eine Gründung der Grafen von Reinhausen, über die nur sehr wenig bekannt ist. Die Grafen hatten im 10./11. Jh. das Comitat über den Leinegau inne. Spätestens 1085 wandelten sie ihren Stammsitz in ein Kloster um. Nach dem entsprechenden Bericht von 1153/56 des damaligen Abtes haben die Grafen Konrad, Heinrich und Hermann von Reinhausen sowie ihre Schwester Mathilde ein Chorherrenstift gegründet. Dieses ist 1111 in ein Benediktinerkloster umgewandelt und schließlich 1574 aufgehoben worden. (Stefan Eismann)

Bauentwicklung:

Bei den archäologischen Untersuchungen wurde festgestellt, dass die Ringmauer im 12. Jh. abgetragen wurde, was gut mit der Umwandlung der Burg zum Kloster korrespondiert. (Stefan Eismann)

Baubeschreibung:

Die Burg lag auf einem vom Kleinen Knüll nach Westsüdwesten gerichteten Bergsporn, der im Süden steil in das Tal des Wendebaches abfällt. Zur Gestalt der Innenbebauung kann aufgrund der Überbauung durch das Kloster keine Aussage getroffen werden. Bei Sondagen wurde mehrfach eine Zweischalenmauer mit 3,3 m Stärke an der Abbruchkante des Plateaus angetroffen. Die zum Berg gerichtete Seite des Areals war durch zwei Abschnittsgräben und eine 3 m starke Mörtelmauer gesichert. Es existieren an den Bergflanken mehrere Felsentreppen, die als Zugang zur Burg gedient haben können. (Stefan Eismann)

Arch-Untersuchung/Funde:

Zahlreiche Baubeobachtungen und Sondagen ab 1988.